- Hans-Joachim Czirski
Stundenlohn von Dienstleistern – gerechtfertigt?
„50 € pro Stunde? Das ist doch Wucher!“ – solche Sätze hört man schnell, wenn es um die Vergütung professioneller Arbeit geht. Was auf den ersten Blick nach viel klingt, relativiert sich mit einem Blick in die Zahlen deutlich. Wir haben die Kalkulation für euch transparent aufgeschlüsselt.
Warum 50 € nicht 50 € sind
- Steuern & Abgaben – Einkommensteuer, Kranken- & Pflegeversicherung, Altersvorsorge
Betriebskosten – Auto, Büro, Software, Werbung, Miete - Unbezahlte Zeiten – Akquise, Buchhaltung, Orga, Urlaub, Krankheit
- (Pflicht)Fortbildungen – häufig teuer, aber essenziell für Qualität & Rechtssicherheit
Der Vergleich zum Angestellten
- Mindestlohn 2025: 12,41 € / h – das ergibt ca. 1.600 € netto pro Monat (je nach Steuerklasse). Selbstständige müssen mindestens dasselbe Netto erzielen – plus alle Fixkosten, Versicherungen und Rücklagen selbst tragen.
Realistische Kalkulation
| Produktive Stunden / Monat | ca. 100 h |
| Fixkosten | ~ 1.500 € |
| Ziel-Netto (privat) | ~ 1.600 € |
| Steuern & Rücklagen | ~ 30 % |
| Benötigter Monatsumsatz | ~ 4.400 € |
Daraus folgt: ~ 44 € / h nur für das Nötigste. Mit Fortbildungen, höheren Fixkosten & Rücklagen landet man realistisch bei 70–90 € / h.
Unser Fazit
Autorenportrait
Hans-Joachim (Hajo) Czirski
arbeitet bei: ProHunde
Hauptfokus: Verbandsleitung
kommt aus: Zernien
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